Lebensmittelunverträglichkeit: 5 Anzeichen einer Milcheiweißallergie

Was ist Milchweißallergie?

Tierische Milch enthält Eiweiß, auch Kasein oder Milcheiweiß genannt. In der Regel wird dieses Protein von uns Menschen gut vertragen. Daher gehört eine Milcheiweißallergie zu den eher seltenen Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Der Körper reagiert besonders empfindlich auf das Milcheiweiß. Vor allem das Eiweiß der Kuhmilch wird oft nicht vertragen.

Allergien gegen Milchproteine ​​sind seltener als die bekanntere Laktoseintoleranz. Schätzungen zufolge leiden etwa 1 bis 3 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland an einer Eiweißallergie. Kinder, deren Verdauungstrakt noch nicht vollständig entwickelt ist, vertragen Milcheiweiß eher nicht.

Anzeichen einer Milcheiweißallergie

Eine Milcheiweißallergie kann sich auf vielfältige Weise körperlich äußern. Das Immunsystem der Betroffenen bildet Antikörper gegen das Milcheiweiß. Die häufigsten Allergiesymptome sind:

  • Magenschmerzen nach dem Verzehr von Milchprodukten.
  • Verdauungsprobleme wie Übelkeit, Erbrechen, Blähungen und Durchfall.
  • Juckende Hautreizung in Form von Hautausschlag, Rötung oder Schwellung.
  • Schädigung der Atemwege durch Schnupfen und Husten.
  • In seltenen Fällen kann ein lebensbedrohlicher anaphylaktischer Schock auftreten.

Gut zu wissen: Babys, die zu Krämpfen neigen oder die Nahrung verweigern, können eine Milcheiweißallergie haben.

Unterschied: Laktoseintoleranz und Milcheiweißallergie

Betroffene mit Laktoseintoleranz vertragen den enthaltenen Milchzucker nicht. Um Laktose in einzelne Bestandteile zu zerlegen, fehlt dem Körper das Enzym Laktase. Bei einer Laktoseintoleranz produziert der Dünndarm zu wenig oder kaum Laktase. Die Folge: Der Milchzucker wandert unförmig in den Dickdarm und verursacht nach dem Verzehr Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall.

>> Testen Sie sich selbst: „Bin ich laktoseintolerant?“

Behandlung der Milcheiweißallergie

Ein Bluttest kann feststellen, ob Sie an einer Milcheiweißallergie leiden. Der IgE-Wert (Allergie-Antikörper im Blut) wird kontrolliert. Bei einer allgemeinen Milcheiweißallergie sollten Betroffene auf Kuhmilch verzichten und auf pflanzliche Produkte umsteigen. Alternativen sind daher Produkte mit Hafer-, Soja- oder Mandelmilch. Wer dagegen nur gegen Kuhmilcheiweiß allergisch ist, kann Ziegen- und Schafsmilch verzehren.

Allergiker sollten außerdem berücksichtigen, dass sich in vielen Produkten Milcheiweiß versteckt. Besonders verarbeitete Lebensmittel wie süßes Gebäck, Schokolade, Wurst oder Fertiggerichte enthalten das Protein. Um nicht versehentlich Milcheiweiß zu sich zu nehmen, sollten Betroffene die Inhaltsstoffe fertiger Produkte genau prüfen, vegane Alternativen nutzen und auf frische und unverarbeitete Lebensmittel zurückgreifen.

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