Gut anziehen im Winter: Tipps gegen Erfrierungen

Passende Materialien für den Winter

Gerade moderne Funktionstextilien überwiegen hier einige Vorteile. Sie sind atmungsaktiv, leiten Körperschweiß effizient ab, sodass die Haut immer schön trocken bleibt und sind meist leicht. Durch spezielle Web- oder Strickverfahren und Materialien entstehen kleine Luftkammern, die den Körper besonders warm halten.

Jacken aus Tex-Materialien sind wind- und wasserdicht, aber dennoch atmungsaktiv. Außerdem haben sie ein relativ geringes Gewicht und sind sehr pflegeleicht.

Fleecestoff ist vor allem für seine wärmenden Eigenschaften bekannt und wird hauptsächlich für Oberbekleidung verwendet. Allerdings sind die Textilien neuerdings in Verruf geraten, da die Kleidung beim Waschen viele der kleinsten Fasern verliert, die als Mikroplastik die Meere belasten.

Anders natürliche Textilien vielleicht eine sinnvolle Alternative:

  • Rohwolle Einerseits kann es viel Feuchtigkeit in der Faser aufnehmen und speichern, andererseits wird die Oberfläche mit einer feinen Fettschicht versehen, die Feuchtigkeit auf natürliche Weise abweist. Wollstoffe können daher etwa ein Drittel mehr Feuchtigkeit aufnehmen als Baumwollstoffe – ohne sich feucht anzufühlen. Ein weiteres Plus: Die Fasern sind schmutzabweisend und nehmen kaum Gerüche an.

Das Material eignet sich daher besonders gut für warme Unterwäsche oder einen kuscheligen Pullover. Besonders fein sind die Fasern von Merinoschafen, Angoraziegen (Mohair) oder Alpakas. Durch den feinen Schrumpf halten sie die Wärme noch besser und kratzen nicht auf der Haut.

  • Seide hat auch eine hohe Isolierfähigkeit und ist gleichzeitig federleicht. Dank seiner glatten Oberfläche sorgt er für einen besonders hohen Tragekomfort. Seide wird oft mit Wolle zu wärmenden Wintertextilien kombiniert, um die Eigenschaften beider Fasern zu nutzen und ein optimales Hautgefühl zu erreichen.

Wolle kommt durch gefühlt noch dichter und damit noch wasserabweisender. Auch Jacken aus Baumwollstoff werden immer häufiger mit Wachs imprägniertum sie wetterfest zu machen.

Nutze das Zwiebelprinzip

Für den Winter hat sich das sogenannte Zwiebelprinzip bewährt. Das Tragen mehrerer dünner Kleidungsschichten hält Sie besonders warm. Außerdem können Sie Ihr Outfit sehr flexibel an die jeweilige (Temperatur-)Situation anpassen. Jede der einzelnen Schichten hat eine ganz besondere Funktion:

Grundschicht:

Dies ist die erste Schicht, die direkten Kontakt mit der Haut hat. Wichtig sind hier atmungsaktive Materialien, die auch Feuchtigkeit nach außen transportieren können. Für einen optimalen Austausch muss die Schicht also möglichst nah am Körper anliegen. Baumwolle ist weniger geeignet. Stattdessen können hier unterschiedliche Funktionstextilien aus Kunstfasern oder Wolle ihre Vorzüge ausspielen.

thermische Schicht:

Die nächste Schicht hat die Aufgabe, Ihren Körper vor Kälte zu schützen. Materialien mit kleinen Luftkammern speichern die natürliche Körperwärme und wirken wie ein Isolationskissen. Ein Wollstrickpullover oder eine Fleecejacke eignen sich dafür gut. Wer es etwas wärmer braucht, kann für die Wärmeschicht auch mehr als eine Schicht tragen.

Höhere Klasse:

Die Außenschicht schützt dich vor direkten Wettereinflüssen wie Wind oder Nässe von außen. Einige Jacken sind zusätzlich gefüttert, zum Beispiel mit Daunen- oder Polyesterfüllung, und sorgen für zusätzliche Wärme. Soft- oder Hardshelljacken sind hauptsächlich wind- und wasserdicht. Halten die unteren Schichten ausreichend warm, reicht meist eine dünne Softshelljacke als Außenschicht. Ein großzügiger Schnitt sorgt für eine zusätzliche Luftschicht, in der die Körperwärme gespeichert werden kann. Wichtig ist, dass atmungsaktive Materialien verwendet werden, damit Feuchtigkeit richtig nach außen transportiert werden kann. Sonst friert man bei feuchter Kleidung im Handumdrehen.

Die Grundvoraussetzungen:

Ebenfalls Handschuhe oder Deckel verlieren bei Nässe ihre wärmenden Eigenschaften. Bei starkem Regen oder Schnee kann es daher sinnvoll sein, ein zusätzliches Paar Handschuhe oder eine Ersatzmütze mitzunehmen oder auch hier auf wasserdichte Materialien zu setzen.

Um Ihre Füße warm zu halten sind im Winter geeignet Socken und Wollstrümpfe besonders gut. In warmen, gepolsterten Stiefeln kommen wir schnell ins Schwitzen. Wolle fühlt sich dann viel angenehmer auf der Haut an. Socken u Strumpfhose sollte auch eine gute Durchblutung ermöglichen. Außerdem gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Durchblutung anzuregen und so für warme Füße zu sorgen. Auch die Wahl der richtigen Schuhe spielt eine Rolle. Auch hier unterstützen atmungsaktive Materialien den Feuchtigkeitsaustausch und halten die Füße trocken und warm.

Spezielle Unterwäsche für den Winter ist an manchen Stellen extra verstärkt. Lange Unterhosen oder Strumpfhosen wärmen das Gesäß besonders gut. Oder Tops isolieren den Rücken rund um die Nieren effektiv vor Kälte. Alternativ gibt es separate Rücken- oder Nierenwärmer, die Sie zusätzlich tragen können.

Ihre verdient besondere Aufmerksamkeit Halsbereich† Viele Menschen empfinden die kühle Luft im Nacken schnell als unangenehm und greifen natürlich zu einem kuscheligen Schal oder Halstuch. Draußen einfach etwas höher ziehen, um Mund und Nase zu schützen. Auch hier kann ein Pullover oder Top mit Rollkragen Abhilfe schaffen und den empfindlichen Hals warm halten.

Passend für jeden Anlass

Dennoch stellt sich die Frage: Wie sieht ein passendes Winteroutfit aus, das dem Schutzbedürfnis des Körpers entspricht und gleichzeitig in der jeweiligen Situation getragen werden kann? Die gute Nachricht vorweg: Warme Kleidung kann bequem und stylisch zugleich sein. Auch in dieser Saison gibt es wieder viele trendige Pieces, die Sie nicht vor der Modepolizei verstecken müssen – im Gegenteil: Kuschelig warme Mäntel und Pullover aus kuscheligem Teddyfell liegen im Trend. Mit Kunstpelz statt Pelz muss man kein schlechtes Gewissen haben. Außerdem wird der Lagenlook jetzt neu interpretiert, mit unterschiedlich langen Jacken, die auch übereinander getragen werden können.

Sie sollten sich immer an die Grundregeln halten, die wir oben erklärt haben, ansonsten hängt alles vom Anlass und der Gelegenheit ab, was als angemessene Kleidung angesehen werden kann.

Gut angezogen fürs Büro

Als besonders praktisch erweist sich hier der Lagenlook. Jeder, der im Büro arbeitet, muss sich oft an bestimmte Stilregeln oder einen bestimmten Dresscode halten. Das Problem: Die Kleidung soll Sie zunächst vor Winterwetter und eisigen Außentemperaturen schützen. Aber drinnen ist es oft sehr warm. Mit können Sie weitere Ebenen hinzufügen Zwiebelprinzip dann lass es einfach. Dies gilt insbesondere für einen Schal. Dieser kann im Innenbereich bei Bedarf durch einen wärmenden Schal ersetzt werden.

Leichtere Blusen oder Hemden lassen sich mit der richtigen Unterwäsche winterfest machen. Schlichte Rollkragenpullover sind auch im Winter eine gute Alternative und können bei Bedarf mit einem Blazer ergänzt werden. Wer lieber feinere Strumpfhosen zum Rock oder Kleid trägt, kann auch im Winter einen langen Mantel tragen, um die Beine schön warm zu halten.

Unser Materialtipp für ein eher lässiges Outfit ist übrigens Cord! Dank der aufgerauten Struktur isoliert der Stoff besonders gut gegen Kälte – besser als Denim. In der feinen Variante mit schmalen Rippen wirken Hosen oder Jacken aus Cord noch sehr elegant.

Gut gekleidet zum Sport

Wer im Winter draußen aktiv ist, muss sich noch größeren Herausforderungen an das Outfit stellen. Ob beim Joggen, Radfahren oder anderen Outdoor-Sportarten: Wenn Sie ins Schwitzen kommen, ist es wichtig, dass die Kleidung Feuchtigkeit gut ableitet und schnell trocknet. Hier machen moderne Funktionstextilien am meisten Sinn. Sie sind meist etwas elastischer als andere Materialien und geben dir mehr Bewegungsfreiheit.

Ziehen Sie sich auch nicht zu dick an, damit sich unter Ihrer Kleidung kein Hitzestau bildet. Denn auch Hightech-Materialien können in kurzer Zeit nur begrenzt Schweiß nach außen transportieren. Als effiziente Wärmefüllung reichen oft ein bis zwei dünnere Schichten, dann reicht eine leichte, wind- und wasserdichte Softshelljacke als oberste Schicht. Mit dem Zwiebelprinzip kann man sich auch nach dem Erhitzen problemlos von der einen oder anderen Schicht befreien.

Leichte Handschuhe helfen, nicht zu viel Wärme über die Hände zu verlieren. Es ist auch wichtig, Kopf und Gesicht gut zu schützen. Ein Stirnband ist in der Regel bequemer als eine Mütze, da es die Ohren angenehm warm hält und dennoch einen guten Wärmeaustausch über dem Kopf ermöglicht. Ein leichtes Halstuch oder ein sogenannter Schlauchwärmer wärmt den Halsbereich und kann auch beim Sport über das Gesicht gezogen werden. So schützt es dich etwas vor der kalten Luft beim Atmen.

Wenn Sie im Dunkeln unterwegs sind, helfen reflektierende Elemente an der Kleidung, besser gesehen zu werden.

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